Lesungen

Samstag, 5. Juni 2021 | 17 Uhr

Verena Keßler

Die Gespenster von Demmin

Zur Lesung: 

Larry lebt in einer Stadt mit besonderer Geschichte – Ende des Zweiten Weltkriegs fand in Demmin der größte Massensuizid der deutschen Geschichte statt. Für Larry ist ihre Heimatstadt aber vor allem eins: langweilig. Sie will so schnell wie möglich raus in die Welt und Kriegsreporterin werden. Während Larry mit den Unzumut-barkeiten des Erwachsenwerdens kämpft, steht einer alten Frau der Umzug ins Seniorenheim bevor. Beim Aussortieren ihres Hausstands erinnert sie sich an das Kriegsende in Demmin und trifft eine folgenschwere Entscheidung.
Mit Leichtigkeit und Witz erzählt Verena Keßler von Trauer und Einsamkeit, von Freundschaft und der ersten Liebe. Ein Roman über die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen und die Möglichkeit, sie zu überwinden.

Zur Autorin:

Verena Keßler, geboren 1988 in Hamburg, lebt in Leipzig, wo sie am Deutschen Literaturinstitut studierte. 2018 nahm sie an der Romanwerkstatt Kölner Schmiede teil, 2019 an der Schreibwerkstatt der Jürgen-Ponto-Stiftung. Sie war Stipendiatin des 23. Klagenfurter Literaturkurses. Die Gespenster von Demmin ist ihr erster Roman.


Foto © Michael Bader

Samstag, 10. Juli 2021 | 17 Uhr

Thomas Kunst

Zandschower Klinken

und Gedichte aus den Jahren

Zur Lesung: 

Thomas Kunst wird aus seinem im Februar 2021 erschienenen Roman “Zandschower Klinken” und Gedichte aus den Jahren lesen.

Bengt Claasen sitzt im Auto, sein ganzes Hab und Gut im Kofferraum. Vor sich, auf dem Armaturenbrett, liegt das Halsband seiner verstorbenen Hündin. Dort, wo es herunterfällt, will er anhalten und ein neues Leben beginnen. Er fährt so langsam und vorsichtig, wie es nur geht, und landet schließlich in Zandschow – einem Nest im äußersten Norden mit einem Feuerlöschteich im Zentrum. Schnell stellt er fest: Die Bewohner des Orts rund um »Getränke-Wolf« folgen einem strengen Wochenplan, donnerstags werden zum Beispiel zwanzig Plastikschwäne auf dem Teich ausgesetzt, und sie feiern an ihrer »Lagune« Festspiele unter künstlichen Palmen. Überhaupt: Mit den prekären Verhältnissen mitten in der Pampa finden sich die Menschen hier nicht mehr ab. Ihr Zandschow ist Sansibar, hier kann man arm sein, aber trotzdem paradiesisch leben, in viel Verrücktheit.

Mit unbändiger Fantasie und viel Witz erzählt Thomas Kunst in Zandschower Klinken von einer solidarischen Gemeinschaft, die sich am eigenen Schopf aus der Misere zieht – trotzig und stur, frei und eigensinnig. Er entwirft eine Utopie in unserer globalisierten Gegenwart und findet für sie eine Sprache von bezwingender Musikalität.

Zum Autor:

Thomas Kunst, geboren 1965 in Stralsund, lebt und arbeitet in Leipzig. Er veröffentlicht Gedichte und Romane sowie Hörbücher, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, unter anderem mit dem Lyrikpreis Meran 2014. Für einen Auszug aus Zandschower Klinken erhielt er den Niederösterreich Literaturpreis 2018.


Foto © Franziska Reck/Suhrkamp Verlag

Samstag, 28. August 2021 | 17 Uhr

Iwan-Michelangelo D’Aprile

Theodor Fontanes Ostsee – Kindheitserinnerungen, Tourismusgeschichte, Romanschauplätze

Zur Lesung: 

Neben Berlin und der Mark Brandenburg gehört auch die Ostsee zu den prägenden Regionen Theodor Fontanes. In Swinemünde verbrachte er nicht nur ebenso viele seiner Kindheitsjahre wie in Neuruppin, sondern er schätzte deren Bedeutung für seine Bildung und spätere Entwicklung zum Schriftsteller auch deutlich höher ein. Die Entstehung des Massentourismus mit der Gründung der großen Seebäder, neben Swinemünde auch der drei Usedomer Seebadschwestern, begleitete der passionierte Reisende mit hoher Aufmerksamkeit – die zugehörige Reiseführerliteratur wurde zum Modell für seine „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Nicht zufällig machte Fontane die Küstenorte der Ostsee vielfach zum Schauplatz seiner Romane: vom ersten Entwurf eines modernen Gesellschaftsromans unter dem Titel „Allerlei Glück“ über seinen berühmtesten Roman „Effi Briest“ bis zu seinem letzten Plan eines Störtebeker-Romans. Der Fontane-Biograph Iwan-Michelangelo D’Aprile lädt ein zu einer literarischen Spurensuche zu diesem noch nicht ausreichend gewürdigten Aspekt des berühmten deutschen Realisten.

Zum Autor: 

geboren 1968 in Berlin, ist Literarturwissenschaftler und Historiker. Er hat zur Kulturgeschichte Berlins im 19. Jahrhundert sowie zur Geschichte des Journalismus publiziert und lehrt als Professor für «Kulturen der Aufklärung» an der Universität Potsdam.


Foto © Thomas Roese

Covid19 Einlass | AKTUELLES

25. Juni 2021

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher des Kunstpavillons,

der Pavillon darf – unter Einhaltung der bekannten Hygienevorschriften – wieder ohne Nachweis eines negativen Tests, zweier Impfungen oder einer überstandenen Infektion betreten werden.

 

Merken Sie sich schon einmal unsere nächste Veranstaltung vor:

10. Juli 2021 um 17 Uhr: Lesung mit Thomas Kunst aus:

Zandschower Klinken

und Gedichte aus den Jahren

 

Karten zu 8€ bzw. 6€ erhalten Sie im Kunstpavillon Heringsdorf und in der Strandbuchhandlung in Seebad Ahlbeck (Seestraße 19)

 

 

 

22. Mai 2021

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher des Kunstpavillons,

nach über einem Monat ist es nun endlich soweit: Der Kunstpavillon ist sofort wieder mittwochs bis sonnstags von 15 bis 18 unter Einhaltung der bekannten Hygienevorschriften geöffnet.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Freuen Sie sich auf folgende Veranstaltungen im Juni:

5. Juni um 17 Uhr: Lesung von Verena Keßler “Die Gespenster von Demmin”

 

12. Juni um 17 Uhr: Finissage der Ausstellung “Pochoir”

 

19 Juni um 17 Uhr: Ausstellungeröffnung “Volker Köpp – Herangeholt”

Das geplante Sommerfest am 19. Juni muss coronabedingt leider verschoben werden.

 

Herzliche Grüße

Ihr Usedomer Kunstverein e.V.

 

 

18. April 2021

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher des Kunstpavillons,

der Kunstpavillon bleibt leider aufgrund der aktuellen Corona-Landverordnung ab dem 19. April geschlossen. Wir informieren Sie umgehend, sobald wir wissen, wann wir wieder öffnen können.

 

Sollten Sie aber an bestimmten Arbeiten interessiert sein, melden Sie sich gern per Email (info@usedomer-kunstverein.de) oder per Telefon (0151-40334065). Wir würden uns sehr freuen.

 

Ganz herzlich

Ihr Usedomer Kunstverein e.V.

 

5. April 2021

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher des Kunstpavillons,

aufgrund der geltenden Landesverordnung darf der Pavillon nur noch unter Einhaltung folgender Maßnahmen betreten werden:

 

1. Tragen eines Mund-Nase-Schutzes (OP-Maske, FFP2-Maske)

2. Desinfizieren der Hände

3. Vorlage eines zertifizierten negativen Tests

4. Es dürfen sich maximal 2 Haushalte mit insgesamt maximal 6 Personen zusätzlich zu den aufsichtführenden Personen im Pavillon aufhalten.

5. Dauerhafte Einhaltung der Abstandsregeln

6. Erfassen der Besucherdaten durch Luca-App oder Besucherliste

 

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie trotz aller Umstände, nicht auf den Besuch des Kunstpavillons verzichten würden.

Ihr Usedomer Kunstverein e.V.