Konzerte

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02. Juli  2017 | 11:30 Uhr

Gregor Szramek

Viloncello Solo

Gregor Szramek baut eine Brücke Von J.S. Bach bis in unsere Gegenwart und spannt damit einen großen Bogen durch die Zeit. Damit verwirklicht er ein wirkungsvolles Programm. Mit seiner Musik  bewirkt  Bach eine große Klarheit und Bewegtheit: seine Kompositionen erscheinen wie gegenwärtig im Raum stehende Monumente.

Wohl deshalb ist die Musikgeschichte von seinem offenen Geist durchwebt, auch besonders seine Werke für Cello solo. So hat sich auch Max Reger sehr viel mit Bach beschäftigt, und er hat gemäß seiner Zeit diese Offenheit und Bewegtheit in großen kompositorischen Bögen umgesetzt.
In unserer Zeit dürfen wir nun gespannt sein auf die eigene Komposition von Gregor Szramek: ein Requiem auf Rilke. Szramek spielte bereits vor geraumer Zeit mit großem Erfolg im Kunstpavillon.  Als großer Instrumentalist mit Leidenschaft für die Musik versteht er Spannungsbögen kraftvoll und dennoch sensibel mit angespannter Genauigkeit zu erzeugen. So wird sein Spiel zu einer gefühlten und erlebten Erfahrung; dieses Konzert wird damit zu ei-nem spannenden und bereichernden Ereignis.

13. Juli  2017 | 20 Uhr

Eva Zöllner

Akkordeon

Das Akkordeon ist nicht nur ein Schifferklavier, denn es hat in verschiedenen Musikkulturen Einzug gehalten. Besonders in der Gegenwartsmusik haben sich Komponisten mit den eigenen Klangmöglichkeiten auseinandergesetzt.

Eva Zöllner präsentiert nun ein Akkordeon-Programm deren Kompositionen aus verschiedenen außermusikalischen Einflüssen gespeist sind: aus Bildender Kunst ließ sich M. Pintscher von Alberto Giacomettis  Figuren ästhetisch leiten; J. Cage´s Partitur ist ein gemahltes Schachspiel; B. Sörensen ließ sich von einem Sonett Shakespears inspirieren; „De Profudis“ von S. Gubaidulina bezieht sich auf den 130 Psalm der Bibel. Hier scheinen die Spuren J.S. Bach´s durch, denn Gubaidulina ist eine Bachverehrerin; und…auch in den Improvisationen mit H.E. Gödecke wird J.S. Bach durch-klingen. Es ist ein Programm, das „weiträumig“ verschiedene Positionen unserer jetzigen Befindlichkeit aufruft.

Eva Zöllner zählt zu den aktivsten Akkordeonistinnen ihrer Generation. Sie bereist Lateinamerika, Asien, Australien, Kanada, USA, und die meisten europäischen Länder und ist regelmäßig Gast bei Festivals rund um den Globus. Dabei erkundet sie ihr Instrument in den unterschiedlichsten Kontexten und Kulturen. Innere Anspannung und Konzentration mit genauer ästethischer Sensibilität kennzeichnen ihr Ausdrucksspektrum. Das führt zu einer großen Spannweite ihrer Ausdrucksmöglichkeiten von spannender Stille bis zu dramatischer Expressivität. Das teilt sich dem Hörer als Erlebnis mit.
Ein Presse-Zitat: „Virtuoser Höhepunkt war Sofia Gubaidulinas Klage De Profundis. Mit vollem Körpereinsatz demonstrierte Akkordeonistin Eva Zöllner die Möglichkeiten ihres oft unterschätzten Instruments, von Aufschrei bis Ausatmen: Bravorufe!“ Wir dürfen gespannt sein!

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trio

24. August  2017 | 20 Uhr

Warnfried Altmann-Trio

Warnfried Altmann (Tenor-Saxofon), Andreas Willers (Gitarre) & Willi Kellers (Schlagzeug)

Zum Abschluß der Sommer-Musikreihe präsentiert sich ein Trio mit sehr erfahrenen Musikern der Improvisations-Jazzszene.

Da ist der Saxofonist und Mentor des Trios Warnfried Altmann aus Wangelin; er ist weit und häufig gereist in Deutschland und Europa, zur DDR-Zeit und jetzt-Zeit, und er spielte dabei mit vielen herausragenden Musikerkollegen.

Andreas Willers – welterfahren – konzertierte, komponierte und arbeitete rund um den Globus mit herausragen-den Formationen des neuen Jazz.

Ebenso weltweit umtriebig gestaltete Willi Kellers sein Musikerleben; viel Theater-Erfahrung und Zusammenarbeit mit prominenten Musikern standen auf seinem Arbeitsplan. Er war und ist zu Gast auf allen europäischen Festivals und bei vielen weltweit.

Drei ausgeprägte Individualisten also, mit jeweils eigener Musiksprache finden hier zu einem neuen Ganzen zusam-men. Sie vereinen scheinbar widersprüchliche Musikele-mente; Melodik und erfindungsreicher Geräuschklang verbunden mit pulsierendem Schlagzeug  werden zu ei-ner neuen Einheit, als wäre es die größte Selbstverständ-lichkeit. So trifft sich die Atmosphäre von Wangelin mit Klängen der großstädtischen Gegenwartsmusik: eigenwil-liges Heimat-Idyll und weltläufig globale Gegenwartser-fahrung. Eine neue Utopie. Das hat „Blues“ und sogar den Geist von Johann Sebastian Bach; ja eine Komposition von Bach erscheint im Programm. Jedenfalls auf der CD, wel-che die Drei gerade veröffentlicht haben. Man muß schon gespannt sein auf ein solches Musikereignis.